Home › JurPC Web-Dok. 270/2003 Synopse zum aktuellen Regierungsentwurf für ein neues UWG
Das Bundeskabinett hat jüngst den Entwurf einer Neufassung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb verabschiedet(1). Anders als bei vorangegangenen Novellen des UWG handelt es sich um eine umfassende Reform, durch die das geltende UWG grundlegend modernisiert und insgesamt neu gefaßt werden soll. Alle mit Fragen des Wettbewerbsrechts Befassten stehen daher vor der Aufgabe, sich mit der neuen Struktur des künftigen UWG vertraut zu machen. Zwar findet sich in der Begründung des Gesetzentwurfs eine synoptische "Übersicht über die Änderungen"(2). Diese stellt jedoch lediglich den Paragraphen der bisherigen Fassung die korrespondierenden Paragraphen der neuen Fassung gegenüber, was zur Folge hat, dass die für die Bedeutung der Reform maßgeblichen, völlig neu in das Gesetz aufgenommenen Regelungen (§§ 1, 2, 4, 7, 10 UWG-E) nicht auftauchen. Ziel der nachfolgenden, an der Paragraphenfolge des Gesetzentwurfs orientierten Synopse ist es daher eine Übersicht bereitzustellen, durch die sich dem Leser die Struktur des künftigen UWG besser erschließt. Durch die ergänzend aufgenommenen Erläuterungen soll - gestützt auf die amtliche Begründung - zugleich ein summarischer Überblick über Regelungsgehalt bzw. Hintergrund der einzelnen Vorschriften des künftigen UWG gegeben werden. Zweck des Gesetzes Definitionen Verbot unlauteren Wettbewerbs Beispiele unlauteren Wettbewerbs Irreführende Werbung Vergleichende Werbung Unzumutbare Belästigungen Beseitigung und Unterlassung Schadensersatz Gewinnabschöpfung Verjährung Anspruchsdurchsetzung, Veröffentlichungsbefugnis, Streitwertminderung Funktionelle Zuständigkeit Örtliche Zuständigkeit Einigungsstellen Strafbare Werbung Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen Verwertung von Vorlagen Verleiten und Erbieten zum Verrat Änderungen von Rechtsvorschriften Rückkehr zum einheitlichen Verordnungsrang Inkrafttreten, Außerkrafttreten * Dr. Matthias Pierson ist Professor für Wirtschaftsprivatrecht mit den Vertiefungsgebieten Gewerblicher Rechtsschutz und Wettbewerbsrecht am Fachbereich Recht der Fachhochschule Braunschweig / Wolfenbüttel. |