JurPC Web-Dok. 222/2003 - DOI 10.7328/jurpcb/2003189241

Wolfram Viefhues *

Mit der Technik von heute zur Justiz von morgen

Vorankündigung 12. Deutscher EDV-Gerichtstag 2003 vom 24.09.2003 bis 26.09.2003 in Saarbrücken

JurPC Web-Dok. 222/2003, Abs. 1 - 9


Autorenprofil
Der 12. Deutsche EDV-Gerichtstag steht diesmal unter dem Rahmenthema "Mit der Technik von heute zur Justiz von morgen" und thematisiert damit den Wandel der juristischen Kommunikationsformen und Arbeitsabläufe. Er beginnt am 24.9.2003 mit dem alljährlichen traditionellen, lockeren Eröffnungsabend bei der juris GmbH.JurPC Web-Dok.
222/2003, Abs. 1
Nach dem Eröffnungsvortrag der Bundesjustizministerin oder eines hochrangigen Vertreter ihres Hauses werden sich die Arbeitskreise mit den vielfältigen modernen Kommunikations- und Arbeitsformen in Gesetzgebung, Justiz und Anwaltschaft befassen.Abs. 2
Die elektronische Gesetzgebung mit einem edv-gestützten Workflow bis hin zur rechtswirksamen elektronischen Verkündung von Gesetzen wird in Deutschland vom Bundesjustizministerium vorangetrieben; auch ausländische Beispiele wie z.B. Österreich werden gezeigt. Dabei geht es neben der Erleichterung der Gesetzgebungstätigkeit um Strukturvorgaben für Gesetzesentwürfe, aber auch um Transparenz für den Bürger. Im Arbeitskreis Datenschutz wird vor allem den Fragestellungen des Arbeitnehmerschutzes nachgegangen. Ein weiterer Arbeitskreis befasst sich unter dem Thema "EDV-Projekte in der Schieflage - Scheitern oder Rettungsmöglichkeit" mit der Fragestellungen, wie in den in der Praxis nicht seltenen Problemen bei der Durchführung von IT-Projekten durch Management und Sanierung die Frage "Einigen oder Abwickeln" beantwortet werden kann.Abs. 3
Der elektronische Rechtsverkehr nimmt auch in diesem Jahr einen entscheidenden Platz in der Themenliste ein.Abs. 4
Ein Arbeitskreis widmet sich den praktischen Problemen des Beweises elektronischer Dokumente. In einer weiteren Veranstaltung wird dem Thema elektronischer Rechtsverkehr und Anwaltschaft nachgegangen und u.a. die ersten Ergebnisse eines im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführten Forschungsprojekts zur elektronischen Kommunikation zwischen Anwaltskanzleien und Mandanten präsentiert. Auch die anwaltlichen Standesvertretungen sollen Gelegenheit bekommen, ihre Zielvorstellungen darzustellen. Die ausländischen Erfahrungen zum elektronischer Rechtsverkehr werden durch die Präsentation eines entsprechenden Pilotprojektes in den Niederlanden nutzbar gemacht. Darüber hinaus befasst sich ein weiterer Arbeitskreis mit dem Einsatz digitaler Signaturen und den bislang gewonnenen praktischen Erfahrungen. Der Arbeitskreis Cybercourt wird auf den Einsatz von Videokonferenzsystemen im Bereich der Hochschulen und der Gerichte sowie die damit zusammenhängenden Rechtsfragen eingehen.Abs. 5
Die österreichischen Aktivitäten auf dem Gebiet der Rechtsdatenbanken sollen als Beispiel von XML-Datenbankstrukturen mit den Ziel eines weiteren Saarbrücker Standards dargestellt und diskutiert werden. Das von der Bundesnotarkammer eingerichtete zentrale Register für Vorsorgeverfügungen wird Gegenstand eines weiteren Arbeitskreises sein. In einem Streitgespräch soll der provokanten These "Onlinekommentare sind überflüssig" nachgegangen werden. Einen besonders weiten Blick über die Grenzen verschafft der Arbeitskreis Justiz in Brasilien, der die dortigen EDV-Entwicklungen darstellen wird. Bemerkenswert ist z.B., dass dieses aus deutscher Sicht vielfach als Entwicklungsland betrachtete Land bereits über ein elektronisches Grundbuch, die Möglichkeit der aktuellen Online-Information für Prozessbeteiligten über den Stand der Verfahren und IT-ausgestattete mobile Gerichte verfügt.Abs. 6
Daneben wird der von der Bund-Länder-Kommission für Datenverarbeitung und Rationalisierung veranstaltete Arbeitskreis wieder über den Stand der IT-Entwicklungen in der Justiz informieren. Schwerpunkte werden voraussichtlich auch hier der elektronische Rechtsverkehr sein mit Informationen über den Datensatz xJustiz, Anforderungen an Texterzeugungssysteme sowie Online-Veröffentlichungen und Rechtsprechungsdatenbanken.Abs. 7
Den Teilnehmern des EDV-Gerichtstages wird die umfassende Firmenbegleitausstellung zudem wieder reichliche Gelegenheiten bieten, sich einen breiten und gründlichen Überblick über die breite Palette von Sicherheitssoftware, EDV-Lösungen für die Justiz, spezieller Anwaltssoftware, allgemeinen juristischen Programmen, den vielfältigen elektronischen Datenbanken und spezieller EDV-Literatur zu verschaffen. Den besonderen Reiz des EDV-Gerichtstages macht gerade die Chance aus, im direkten Kontakt mit zahlreichen Programmautoren, Herstellern, Anbietern und anderen Anwendern Hintergrundinformationen zu diskutieren und praktische Erfahrungen zu sammeln. Denn wer in der "Scene" als Anbieter einen Namen hat, ist regelmäßig auf dem EDV-Gerichtstag mit einem Stand vertreten und nutzt intensiv diese messeartige Möglichkeit der Darstellung seiner Produkte vor einem ausgewählten Kreis von IT-Multiplikatoren.Abs. 8
Für kleinere Gesprächsrunden macht der EDV-Gerichtstag auch in diesem Jahr das Angebot, Räume zur Verfügung zu stellen. Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an den Deutschen EDV-Gerichtstag e.V. Lehrstuhl Prof. Dr.Rüßmann, Universität Saarbrücken, Im Stadtwald, Bau 31, 66123 Saarbrücken, Tel. 0681 302 3150, Fax 0681 302 4012, e-mail skuhn@rz.uni-sb.de. Im Internet ist der EDV-Gerichtstag erreichbar unter www.edvgt.de.
JurPC Web-Dok.
222/2003, Abs. 9
* Dr. iur. Wolfram Viefhues ist Richter am Amtsgericht Oberhausen, Oberlandesgericht Düsseldorf.
[online seit: 18.08.2003]
Zitiervorschlag: Autor, Titel, JurPC Web-Dok., Abs.

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